Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße

Erik Jan Hanussen

Erik Jan Hanussen, mit bürgerlichem Namen Hermann Steinschneider, wurde am 2. Juni 1889 in Wien geboren und war der berühmteste „Hellseher“ und Varieté­künstler seiner Zeit. Trotz seiner jüdischen Herkunft sympathisierte er mit dem National­sozialismus und stand in zum Teil zwie­lichtigen Geschäfts­beziehungen zu Mitgliedern der SA-Führung. Unter anderem finanzierte er sie mit größeren Geld­summen. Vermutlich um einer … Weiterlesen

Wilfrid Israel

Der jüdische Kaufmann und Pazifist Wilfrid Israel wurde am 11. Juli 1899 in London geboren. Er war der Inhaber des Kauf­hauses Nathan Israel, eines der damals größten Kauf­häuser Berlins. Im Juni 1933 hielt man ihn erst im SA-Gefängnis Papestraße und anschließend in der Gestapo-Zentrale in der Prinz-Albrecht-Straße in Haft. Wilfrid Israel engagierte sich trotzdem im Jahr … Weiterlesen

Kurt Ball

Dr. jur. Kurt Ball wurde am 20. Januar 1891 in Berlin geboren. 1933 führte er gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder Fritz eine Anwalts­kanzlei. Nach der Macht­über­gabe an die National­sozialisten verlor er wegen seiner jüdischen Herkunft seine Berufs­zulassung als Anwalt. Im März 1933 hielt ihn die SA-Feld­polizei zusammen mit seinem Bruder Fritz im SA-Gefängnis … Weiterlesen

Fritz Ball

Dr. jur. Fritz Ball wurde am 19. Juli 1893 in Berlin geboren. Er war als Rechts­anwalt und Notar tätig. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft verlor er im Jahr 1933 seine berufliche Zulassung. Im März 1933 war er zusammen mit seinem Bruder Kurt im SA-Gefängnis in der General-Pape-Straße inhaftiert. Im Zuge der Pogrom­nacht verschleppte man ihn im November … Weiterlesen

Max Leffkowitz

Dr. med. Max Leffkowitz wurde am 22. Februar 1901 in Sensburg (ehemaliges Ostpreußen) geboren. Ab 1925 war er als Arzt am Städtischen Kranken­haus Berlin-Moabit beschäftigt. Am 22. März 1933 verlor Max Leffkowitz wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner Mitglied­schaft in der Vereinigung Sozialistischer Ärzte seine Anstellung. Am 1. April 1933, dem Boykott-Tag unter anderem gegen jüdische Geschäfte und … Weiterlesen

Max Sievers

Max Sievers wurde am 11. Juli 1887 in Tempelhof bei Berlin geboren. Am 1. Oktober 1922 wurde er Geschäfts­führer des Berliner Freidenker-Verbandes, 1927 schließlich Vorsitzender. Im März 1933 verhaftete man ihn und brachte ihn in das SA-Gefängnis in der General-Pape-Straße. Nach seiner Haft­entlassung im April 1933 emigrierte er nach Brüssel. Hier gab er anti­faschistische Zeitungen heraus, die … Weiterlesen

Martin Plettl

Martin Plettl wurde am 29. September 1881 im nieder­bayerischen Garham bei Vilshofen geboren. Der gelernte Damen­schneider war Mitglied der SPD. 1933 war er Vorsitzender der Deutschen Textil­arbeiter-Gewerkschaft. Als SA-Männer das Verbands­haus der Gewerkschaft im Mai 1933 besetzten, wurde Martin Plettl verhaftet und in das SA-Gefängnis in der General-Pape-Straße verschleppt. Von hier brachte man ihn erst … Weiterlesen

Martha Plenzdorf

Martha Plenzdorf, geb. Boestfleisch, kam am 20. April 1906 in Berlin zur Welt. 1933 arbeitete sie als Glüh­lampen­spannerin bei den Berliner Glüh­lampen­werken in Friedrichshain (später OSRAM). Aufgrund ihrer Mitglied­schaft bei der KPD wurden sie und ihr Mann nach der Macht­über­gabe an die National­sozialisten mehr­fach verhaftet. 1933 geriet Martha Plenzdorf so in das SA-Gefängnis in der … Weiterlesen

Max Herm

Der Elektriker und Kommunist Max Herm wurde am 11. Dezember 1899 in Brandenburg an der Havel geboren. Von 1932 bis zum 30. März 1933 war er Mitglied des Reichstags für die KPD. Die SA-Feldpolizei verschleppte Max Herm im April 1933 in das SA-Gefängnis in der General-Pape-Straße und misshandelte ihn schwer. Anschließend war er bis zum April 1939 in verschiedenen Gefängnissen und in … Weiterlesen

Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße